Unsere Mosella · Vereinsgeschichte

2017: Sepp-Herberger-Preis für die digitale Mosella

Übergabe der Sepp-Herberger-Auszeichnung am 28. März 2017 in Mannheim.
Übergabe der Sepp-Herberger-Auszeichnung am 28. März 2017 in Mannheim.
Zur gesamten Vereinsgeschichte

Am 28. März 2017 erhielt die Mosella im Mannheimer Rosengarten eine bundesweite Auszeichnung: In der Kategorie „Fußball Digital“ erreichte der Verein den dritten Platz beim Sepp-Herberger-Preis. Vorsitzender Bernd Münchgesang und Harald Emmrich, der für die Öffentlichkeitsarbeit und den digitalen Auftritt federführend verantwortlich war, nahmen die Sepp-Herberger-Urkunde, 2.000 Euro Preisgeld und weitere Sachpreise entgegen.

Ein neuer Zugang zum gesamten Verein

Hinter der Auszeichnung stand die Arbeit an Homepage, Vereins-App und sozialen Netzwerken. Seit 2014 hatte Harald Emmrich diese Angebote aufgebaut und weiterentwickelt. Die neue Homepage präsentierte alle elf Abteilungen des damals rund 1.400 Mitglieder großen Vereins. Etwa die Hälfte der Mitglieder waren Jugendliche. Allein die Fußballabteilung umfasste mehr als 20 Mannschaften und über 600 gemeldete Mitglieder.

Die digitalen Angebote sollten die Menschen über Abteilungs- und Altersgrenzen hinweg erreichen. Die Vereins-App war ausdrücklich auch für Mitglieder gedacht, die kein Facebook nutzten, darunter viele ältere Vereinsangehörige. So konnten sie Nachrichten und Informationen aus der Mosella auf einem weiteren Weg verfolgen. Daneben blieb die gedruckte Mosella-INFO Teil der Vereinskommunikation.

Viel persönliche Arbeit bei geringen Ausgaben

Sämtliche Projekte entstanden ehrenamtlich. Die Chronik nennt für App und Homepage-Oberfläche lediglich 100 Euro unmittelbare Ausgaben: 45 Euro für die App und 55 Euro für die Lizenz der Homepage-Oberfläche. Diese kleine Summe steht dem persönlichen Einsatz für Aufbau und laufende Pflege gegenüber. Harald Emmrich hatte Homepage und App in den vorausgegangenen drei Jahren selbst aufgebaut und betreut.

Die Anerkennung galt damit einer Entwicklung, die im Vereinsalltag oft im Hintergrund stattfindet: Inhalte mussten zusammengetragen, Bilder aufbereitet und Informationen veröffentlicht werden. Öffentlich sichtbar wurde ein Mehrspartenverein, der neben dem Sport auch Integration, Inklusion und das Miteinander der Generationen als seine Aufgaben verstand.

Die Verleihung im Mannheimer Rosengarten

Der Termin hatte eine besondere Bedeutung: Die Feier fand am 120. Geburtstag Sepp Herbergers statt, des Bundestrainers der Weltmeistermannschaft von 1954. Insgesamt wurden 13 Preisträger in den Bereichen Behindertenfußball, Resozialisierung, Schule und Verein, Fußball Digital sowie Sozialwerk ausgezeichnet. Die Geld- und Sachpreise aller Kategorien hatten zusammen einen Wert von 58.000 Euro.

Unter den rund 160 geladenen Gästen befanden sich DFB-Präsident Reinhard Grindel, Ehrenspielführer Uwe Seeler, Weltmeister Horst Eckel und Trainer Otto Rehhagel. Auch Dietmar Hopp ist auf einem Erinnerungsfoto mit den Mosella-Vertretern festgehalten. Die Begegnungen mit diesen Persönlichkeiten machten die Preisverleihung für Bernd Münchgesang und Harald Emmrich zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.

Für Harald Emmrich hatte der Tag zusätzlich eine persönliche Seite: Als Anhänger des 1. FC Kaiserslautern begegnete er mit Horst Eckel und Otto Rehhagel zwei prägenden Persönlichkeiten der Lauterer Fußballgeschichte. In seiner Rede zum 125-jährigen Vereinsjubiläum erinnerte er erneut an den gemeinsamen Besuch der Preisverleihung mit Bernd Münchgesang.

Eine Verbindung zwischen den Generationen

Besonders anschaulich wird die Geschichte durch das Verhältnis der beiden Geehrten. Bernd Münchgesang hatte Harald Emmrich als Grundschullehrer Lesen und Schreiben sowie das Fußballspielen beigebracht. Jahre später vermittelte ihm sein ehemaliger Schüler den Zugang zu elektronischen Medien. Die gemeinsame Auszeichnung stand damit auch für gegenseitiges Lernen und Vertrauen innerhalb der Mosella.

Für die Vereinsgeschichte markiert der Preis einen wichtigen Schritt: Die ehrenamtlich entwickelte Kommunikation des Schweicher Vereins wurde auf Bundesebene gewürdigt. Zugleich knüpfte die Ehrung an eine frühere Auszeichnung an: Bereits 1988 hatte die Mosella für ihre hervorragende Jugendarbeit den Sepp-Herberger-Preis erhalten.

Weitere Erinnerungen an den Festakt

Die erhaltene Bildserie bewahrt neben der Übergabe und den Begegnungen mit Uwe Seeler, Dietmar Hopp und Otto Rehhagel auch die gemeinsame Tischrunde und weitere Erinnerungsfotos. So wird der Tag im Mannheimer Rosengarten als zusammenhängendes Erlebnis sichtbar.

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