Unsere Mosella · Vereinsgeschichte
1964 bis 1976: Fußball zwischen Aufstieg, Alltag und Nachwuchs

Bis 1964 spielte die erste Mannschaft in der I. Amateurliga. Bei der Zusammenlegung zweier Staffeln zu einer einzigen Liga musste die Mosella den Weg nach unten antreten. 1965 gelang die Rückkehr, 1966 folgte erneut der Abstieg. 1966/67 führte der Weg vorübergehend in die A-Klasse. In den siebziger Jahren gehörte die Mosella überwiegend der Bezirksklasse beziehungsweise Bezirksliga an.
Fritz Wagner hatte von den frühen fünfziger Jahren bis in die Mitte der sechziger Jahre als Fußballobmann Verantwortung getragen. Walter Wagner wirkte in den siebziger Jahren als Abteilungsleiter und über lange Zeit als Betreuer mit wechselnden Trainern. Ernst Flesch war von 1964 bis 1990 als Schiedsrichter aktiv und leitete acht Jahre lang Spiele in der Rheinlandliga.
Ein Platz mit neuen Möglichkeiten
1969 wurde die Sportanlage verbessert und eine Flutlichtanlage errichtet. Die Aufnahmen vom Winzerkeller zeigen den Platz dieser Zeit. Ein Mannschaftsbild hält außerdem die Begegnung bei der Platzeinweihung in Bekond fest. Die Urkunde von 1969/70 erinnert an die Meisterschaft in der A-Klasse.
Zum sportlichen Weg gehörten auch Rückschläge. Der Bericht vom 8. Dezember 1969 hält eine Niederlage gegen Kasel fest. In Kasel verlor der Tabellenführer Schweich 0:2. Fusenig brachte die Gastgeber in der 25. Minute in Führung; nach der Pause erhöhte Blum durch einen Foulelfmeter. Schweich drängte anschließend, doch Torwart Thesen hielt den Kaseler Sieg fest. Die Pokalbegegnung gegen den SV Riol 1971 und die Saisonvorbereitung desselben Sommers sind ebenfalls in Bildern erhalten.
Neue Kräfte im Sommer 1971
Für 1971/72 übernahm Matthias Marx vom VfL Trier das Traineramt. Horst Schmitt wechselte nach Schillingen, Hermann Berweiler beendete nach der Saison 1970/71 seine aktive Laufbahn. Neu hinzu kamen Helmut Jeckel aus Longuich sowie Egbert Konder und Gerd Marmann aus dem eigenen Nachwuchs. Spielausschussvorsitzender Helmut Lentes und Helmut Broy hofften mit einem Stamm von fünfzehn Spielern erneut auf einen guten Bezirksliga-Mittelfeldplatz. Im Training standen besonders Mittelfeld, Angriff und Abwehrarbeit im Mittelpunkt. Mit drei gleichwertigen Torhütern sah sich die Mannschaft gut besetzt. Eine Frankreichfahrt hatte den Zusammenhalt gestärkt. Als Favoriten galten VfL Trier und SV Ehrang, daneben Manderscheid.
Im selben Bericht ist das Spiel der Alten Herren gegen Trier-West festgehalten. Lentes brachte Schweich in Führung, Bichler glich vor der Pause aus und Merk erzielte nach dem Seitenwechsel den 2:1-Siegtreffer für die Gäste.
Meisterliche Jugendjahrgänge
Die A-Jugend gewann 1966/67 und 1967/68 ihre Staffelmeisterschaften. Zum Jahrgang 1966/67 gehörten Trainer Hermann Schmitt sowie H. Steinmetz, H. Thesen, Daum, F. Müller, J. Rohr, Kreusch, Mertes, E. Ruff, Rössler, Lentes und Sander. Für 1967/68 sind W. Thesen, Druckenmüller, Linzmaier, Wagner, Fehmer, Steinmetz, K. J. Thesen, Röösler, Schiff, Ruff und Dürr festgehalten.
Das Bild der D-Jugend vom April 1973 nennt Trainer Gogo Rösler, Gerd Wiedemann, Michael Dücker, Rainer Heiser, Richard Lamberti, Albert Feller, Achim Quary, Erwin Hau, Gerd Litsch und Hans-Josef Wrobel. Vorne sitzen Albert Lamberti, Thomas Settemeyer, Werner Lamberti und Uli Marmann. Auch für die B-Jugend von 1974 ist eine Mannschaftsbeschriftung erhalten: sicher lesbar sind Becker, Friese, Haubrich, Druckenmüller, Heiser, Zeyen, Thesen, Schmitz, Schmitt und Mertes. Weitere Namen der Handschrift lassen sich noch nicht eindeutig zuordnen. Das Mannschaftsbild der A-Jugend von 1976 setzt diese Jugendgeschichte fort.
Ein besserer Start für 1973/74
Im Juli 1973 bereitete Trainer Wolfgang Schwierzke die Bezirksligamannschaft auf die neue Saison vor. Mit 36 Jahren wollte er künftig von der Bank aus führen. Spielobmann Helmut Lentes hätte ihn als letzten Mann noch gerne auf dem Feld gesehen. Der Stamm blieb zusammen. Vom Post-SV Trier kam Außenstürmer Richstein, aus Klüsserath und Rivenich kamen die Mittelfeldspieler Bech und Jonas hinzu. Zwei Jugendspieler sollten eingebaut werden.
Nach Verletzungen und durch den Wehrdienst bedingten Ausfällen im Vorjahr stand zunächst eine gesunde, vollständige Mannschaft im Mittelpunkt. Ein guter Mittelfeldplatz, möglichst etwas mehr, war das Ziel. Kopfballpendel, Zweikampf- und Überzahlübungen, Platzrunden und Sprints gehörten zur Vorbereitung. Die erhaltenen Bilder zeigen die Mannschaft und diese Arbeit auf dem Trainingsplatz.
Bilder dieser Geschichte













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